
Tag 2 – Von Wien nach Györ
Eine schwere Geburt - raus aus Wien und mit zig Minifahrten und schließlich noch 3 Zugstationen nach Györ.
Aus Großstädten raustrampen ist wirklich schwierig. Zwar hatte ich mir eine Auffahrt ausgesucht, die direkt von der Stadt auf die Autobahn nach Ungarn führte, aber es wollte über eine Stunde lang nichts gehen. Mir war irgendwann schon fast egal, wohin, Hauptsache endlich raus aus dieser Großstadt. Irgendwann wurde ich dreister, statt nur brav am Straßenrand zu stehen und den Daumen rauszustrecken ging ich irgendwann an der Ampel entlang, bückte mich am Fenster und schaute die Fahrer direkt an, bis sich ein Herr aus Niederösterreich erbarmte und mich circa eine halbe Stunde lang mitnahm. Von einem kleinen Dorf bis zur ungarischen Grenze nahm mich eine steirische Friseurin mit und dann 4, 5 oder 6 Ungarn, ich weiß es schon gar nicht mehr genau. Jedoch nur immer eine kurze Strecke. Schließlich, gerade mal 20 Minuten vor Györ, wollte einfach gar nichts mehr gehen. Die Sonne stand schon sehr tief, die Wahrscheinlichkeit auf einen Ride sank und sank. Gottseidank war der Bahnhof gleich nebenan, 3 Stationen und ich war am Ziel angelangt.
Timon Götz